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Rohmaterial Seide - Der wertvolle Kokon- Die Chinesische Seidenraupe in Europa

"Kalimera", wünscht mir eine alte Dame auf Kreta. Vor ihr ausgebreitet, krabbeln im ständigen Knistern  kleine Raupen auf den ausgestreuten Weinblättern. Einige sind bereits schon verpuppt, in einen der  wertvollen Kokons, aus denen später der Seidenstoff entsteht. Ich bekomme zwei der wertvollen Seidengespinste geschenkt, weil ich aufmerksam der stolzen Demonstration mangels Sprachkenntnis zu Folgen versuche, wie Seide aus den Kokons gewonnen wird: Nach stundenlangem Kochen werden die Kokons der Seidenraupen aufgeweicht, so dass daraus das Garn gesponnen werden kann.

Erst nach dieser Prozedur wird der hauchdünne gesponnene Faden endlich Reihe für Reihe zu einem Stoff gewebt. Ein unendlich langwieriger Prozess....

Der Begriff "Seide" leitet sich nach Expertenmeinung vermutlich aus dem lateinischen ab: saeta serica, serisches Haar.  Sowohl Griechen als auch Römer nannten die mutmaßlichen Erzeuger dieses eigentümlichen Geflechts, von dem das Abendland nicht wusste, woher es genau stammte und vor allem, wie es genau hergestellt wurde Seres, - Serer. Tatsächlich waren die Serer die Chinesen. Nach kaiserlichem Dekret war es strengstens und unter Todesstrafe verboten, das Geheimnis der Seide, die es bereits 3000 v. Chr. gab. zu verraten. Dennoch machten sich Wanderer wie Marco Polo auf, um die Seidenraupe in ihrem Wanderstock nach Europa zu schmuggeln, wo sie erst ca. 600 nach Chr. ihren Einzug hatte..

 

 
 
 

Seidenstoffe/

Seidenarten

Pongé/Habotai

Pongé (05,06) und Haboteiseiden (Pongé 8, 10,12)  sind feine, glatte und leichte Malseiden, die dicht gewebt sind. Hier können alle Maltechniken ausprobiert werden und sind aufgrund ihres Preises besonders für Einsteiger zu empfehlen. Pongé 5 ist eher für Tücher und Schals geeignet. Pongé 08 und höher ist formstabiler und wird z.B. für Kissen und festere Bekleidung verwendet.

Crepe Satin

Sehr schöne dichte Seide mit hochglänzender Oberfläche und matter Unterseite durch Satinbindung, die mir persönlich am Besten gefällt. Aber teurer und edler als Pongé. Beim Malen ist die Farbe aber auch hier weniger fließfreudig, was aber auch ein Vorteil sein kann. Diese Seide vollbringt leuchtende Farben!

Crepe de Chine

Crepe de Chine (8,10,12,16) wird aus Crepefaden gewebt und zeichnet sich durch seine matte, körnige aber dichtgewebte, strapazierfähige Oberflächenstruktur aus, die beim Bemalen allerdings leicht verzehren kann, aber weniger knitteranfällig. Weniger fließfreudig als  aber weicherer Fall als Ponge/Habotei (fest).

Jaquard-Seide

wird meist für Krawatten verwendet, da diese Seide bereits mit einem eingewebten Muster (Punkte, Amöben, Streifen etc.) versehen ist. Daher ist es recht schwierig den Stoff zu bemalen. Es ist mit der teuerste Stoff an Seiden überhaupt. Für Einsteiger nicht geeignet.

Chiffon Seide

Chiffon Seide (3,5) ist die zarteste aller Seidenarten und besteht aus Crepefäden, die locker miteinander verwoben werden. Für lockere Schals oder bedingt für durchsichtige Bekleidung geeignet. Als Maltechnik werden oft freie Farbverläufe angewandt.

Georgette Seide

Georgette (5) ist fast so transparent wie Chiffon, aber strapazierfähiger und daher für Bekleidung besser geeignet.

 
   
   
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